Der mutige Schritt

Es war ein sonnenscheindurchfluteter Samstagmorgen, als Jasmin, ein aufgewecktes 10-jähriges Mädchen, beschloss, mit ihren Freunden in den nahegelegenen Park zu gehen. Das lachende Gesicht der frühlingshaften Sonne schien zu sagen: „Heute wird ein schöner Tag!“ Jasmin liebte es, draußen zu sein, mit ihren Freunden zu spielen, Fußball zu kicken und ein köstliches Eis zu genießen, was immer ein Höhepunkt ihrer Wochenenden war.

Als sie fröhlich zum Spielplatz aufbrachen, gab es eine spannende Atmosphäre in der Luft. Auf dem Weg dachten sie an all die Abenteuer, die sie im Park erleben würden, ohne zu wissen, dass dieser Tag ihr Leben für immer verändern würde.

Sie erreichten den Zebrastreifen, und Jasmin war die erste, die anhalten und schauen wollte, ob die Straße frei war. Der Verkehr schien ruhig zu sein, und sie trat entschlossen auf die Straße. Plötzlich, aus dem Nichts, raste ein schwarzer Mercedes in rasender Geschwindigkeit über den Zebrastreifen. Bevor sie reagieren konnte, fühlte sie einen scharfen Schmerz in ihrem Fuß – der Autofahrer hatte ihren Fuß touchiert und fuhr einfach weiter.

Verwirrt und erschrocken, fiel Jasmin zu Boden. Ihre Freunde schrien, und ein paar Passanten rannten herbei, um ihr zu helfen. Glücklicherweise waren die Verletzungen nur leicht, doch das Erlebnis hinterließ einen tiefen Eindruck bei Jasmin. Während sie im Krankenwagen saß und ihre Mutter an ihrer Seite hatte, spürte sie, wie sich die Angst in ihrer Brust zusammenzog.

In den folgenden Wochen war alles anders. Der Park, den sie so sehr liebte, wurde für sie zu einem Ort voller Angst. Jedes Mal, wenn sie ein Auto hörte oder sah, verspürte sie ein Kribbeln von Furcht. Ihre selbstständige Art schien wie weggeblasen, und sie fühlte sich in ihrer Freiheit stark eingeschränkt.

Eines Tages, als sie mit ihrer Mutter sprach, erklärte sie, wie sehr sie den Park vermisste. Ihre Mutter hörte geduldig zu und schlug vor, dass sie kleine Schritte unternehmen könnten, um die Angst zu überwinden. Gemeinsam machten sie einen Plan.

Am nächsten Samstag gingen sie zurück zum Park. Diesmal jedoch, mit einem sicheren Abstand, beobachteten sie die Autos und sprachen darüber, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein. Schritt für Schritt lernte Jasmin, sich wieder sicherer zu fühlen. Sie machte sich Notizen zu verschiedenen Verkehrssituationen und übte das Überqueren von Straßen im Spiel mit ihrer Mutter.

Nach einigen Wochen fühlte sich Jasmin bereit, mit ihren Freunden zu spielen. Als sie den Zebrastreifen erneut überquerte, spürte sie ein wenig Nervosität, doch sie atmete tief ein und erinnerte sich an alles, was sie gelernt hatte. Es war ein Schritt, den sie mutig wagte.

Schließlich erlebte sie wieder unbeschwerte Momente im Park. Die Freude, mit ihren Freunden zu spielen, die kühle Erfrischung eines Eis am Stiel – alles schien Stück für Stück zurückzukommen. Obwohl die Angst nie ganz verschwand, lernte Jasmin, dass sie stark und mutig sein konnte, selbst wenn sie sich ängstlich fühlte.

Nach einiger Zeit, als sie am Zebrastreifen stand und auf die Straße schaute, fühlte sie sich bereit. Sie hatte ihre Freunde an ihrer Seite, und mit jedem Schritt wurde die Angst kleiner. Jasmin wusste, dass sie diese Herausforderung gemeistert hatte und dass sie immer wieder mutig sein konnte, egal was kam.

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